Wohngruppe Falkenhorst

Der Verbund Sozialer Dienste bekommt eine weitere gemeinnützige GmbH hinzu: Das Kinderhaus Falkenhorst in Rahden (Kreis Minden-Lübbecke) wird von Dialog übernommen, hierzu ist die Dialog Rahden gGmbH gegründet worden.

Bisher waren Martin Falke und seine Frau Christina für die Wohngruppe (acht Plätze) und die daran angeschlossene wohnbegleitete Kleinstgruppe (zwei Plätze) zuständig. Das Ehepaar kam 1990 nach Rahden und fasste sechs Jahre später den Entschluss, selber ein Kinderhaus zu eröffnen. „Es wird zunehmend schwieriger, Personal zu finden beziehungsweise zu behalten. Wir als kleiner privater Träger schaffen das in dieser Form nicht mehr“, erklärt Christina Falke.

Sie wird sich aber nicht zum Stichtag am 1. Februar komplett zurückziehen. Drei Monate lang werde sie den Übergang noch begleiten. „Das ist ein tolles Angebot von Christina“, sagt der neue Fachbereichsleiter Jan Vahrenhorst. „Es ist ein nachvollziehbarer Wunsch, sich langsam zu distanzieren.“ Zudem wird die Kleinstgruppe in ein Pflegeverhältnis umgewandelt, so dass nur die Wohngruppe mit den acht Plätzen in die Trägerschaft der Dialog Rahden gGmbH übergeht. Falkes kümmern sich weiterhin um die beiden Mädchen aus der Kleinstgruppe.

„Es ist nicht so einfach, diesen Schritt zu gehen. Wir bedanken uns deshalb für die konstruktiven Gespräche und die Hilfe beim Übergang. Wir wünschen Ihnen, dass Sie in Zukunft Ruhe und Zeit haben, die schönen Dinge des Lebens zu genießen“, sagte Geschäftsführer Tim Ellmer bei der Übergabe.

Martin Falke betonte, er sei froh, dass der Übergang in dieser Form vollzogen werden könne. „Wir haben uns mental gut vorbereitet auf diesen Schritt. Für meine Frau ist es noch ein schleichender Prozess, ich kann heute einen Schlussstrich ziehen.“

Jan Vahrenhorst kann künftig weiter auf die Unterstützung von Alexandra Balzer und Noreen Landhofer zählen, weiteres Personal wird gesucht. „Es ist schön, dass die Gruppe weitergeführt wird anstatt sie aufzulösen“, freut sich Noreen Landhofer.